180324 ANSPRÜCHE AUS DER PFLEGEVERSICHERUNG ...

... WERDEN IN DER HÄUSLICHEN PFLEGE OFT NICHT WAHRGENOMMEN

Unkenntnis ist die Ursache - das zeigt eine repräsentative Untersuchung des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP).

Viele Pflegende begrüßen die zusätzlichen Leistungen, die ihnen durch die Pflegereformen der vergangenen Jahre gewährt werden.

Die Analyse des ZQP zeigt, dass zwar 90 Prozent der Befragten von Pflegereformen wussten, aber diese nur bedingt wahrnehmen. So nahmen 70 Prozent der Pflegebedürftigen zum Zeitpunkt der Befragung nicht den monatlichen Entlastungsbetrag von 125 Euro in Anspruch. Dabei steht dieser allen Pflegebedürftigen zu, die einen Pflegegrad haben und zu Hause versorgt werden.

25 Prozent der Befragten, die bereits vor 2017 gepflegt haben, gaben an, seit den Reformen mehr Angebote wie Alltagsbegleitungen zu nutzen. 21 Prozent sagen, sie können nun mehr Auszeiten von der Pflege nehmen.

Informationsmöglichkeiten werden von Pflegenden aber offenbar wenig genutzt. Nur 42 Prozent haben eine Pflegeberatung in Anspruch genommen und lediglich acht Prozent einen kostenlosen Pflegekurs besucht. Befragt wurden über 900 Pflegende im Alter von 40 bis 85 Jahren.

Quelle: Zentrum für Qualität in der Pflege (https://www.zqp.de/pflegereform-pflegende-angehoerige-sehen-informationsbedarf/)